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Digitale Moderation 4.0: Vom Bildschirmschläfer zum Screenstar

Fast auf den Tag vier Jahre sind vergangen, als wir - mehr oder weniger - von heute auf morgen den ergonomischen Bürostuhl gegen den Stuhl am Esszimmertisch tauschen mussten, weil das Covid-Virus Oberhand gewonnen hatte. Erst vier Jahre! Und doch scheint es in der schnelllebigen Zeit von heute so lange her! Zoom, Webex und Microsoft Teams oder gar Skype for Business wurden zu unseren täglichen Begleitern. Und auch du musstest wohl mehrere Workshops und Meetings erdulden, während denen du vor Langeweile beinahe eingeschlafen bist. Viele Workshops und Trainings finden heute wieder physisch statt. Und das ist auch gut so, denn oft kommt es darauf an, auch «zwischen den Zeilen» zu lesen. Wie sitzt meine Nachbarin da? Denkt sie nach? Ist es ihr nicht sehr wohl? Häufig spürt man solche Dinge online nicht. Zumindest, solange wir noch keinen ECHTEN digitalen Klon unseres Alltags im Metaversum benützen können.


Und trotzdem: In so vielen Fällen bleiben Remote-Workshops die bessere Variante. Man spart sich die Zeit für eine Anreise. Oder die Spesen für Zugtickets. Doch in der Welt der Online-Workshops haben sich in den letzten vier Jahren die Spielregeln verändert. Wie ein spannendes Abenteuer in der digitalen Moderationsgalaxie fordern uns Online- und Hybrid-Workshops heraus, neue Fähigkeiten zu entwickeln, um unsere Teilnehmenden nicht nur zu erreichen, sondern sie zu begeistern und aktiv einzubinden. Die Welt der Online-Moderation hat sich seit dem Beginn der Corona-Pandemie rasant entwickelt. Was einst eine Notlösung war, hat sich zu einer reichen Landschaft voller innovativer Techniken und Tools entwickelt, welche die Art und Weise, wie wir lernen, zusammenarbeiten und interagieren, grundlegend verändert haben.


Said Saddouk, er nennt sich «Facilitainer» (Wortspiel aus «Facilitator» und «Entertainer»), mit einem Online-Escape Room auf Miro. Lies zum Thema Escape Rooms auch den Artikel Rätselhafte Innovationen: Wie Escape Rooms Innovation und Kreativität beflügeln in diesem Blog.


Gute digitale Moderator:innen zeichnen sich heute durch eine Kombination aus technischem Know-how, empathischer Kommunikation und der Fähigkeit zur Förderung von Engagement und Interaktion aus. Sie verstehen es, die richtigen digitalen Tools und Techniken geschickt einzusetzen, um eine dynamische und einbeziehende Atmosphäre zu schaffen. Dabei behalten sie stets die Bedürfnisse und die Diversität der Teilnehmenden im Blick. Herausragende digitale Moderator:innen sind Meister:innen darin, die physische Distanz zu überbrücken, indem sie eine Gemeinschaft fördern, in welcher sich Teilnehmende auch virtuell verbunden und wertgeschätzt fühlen. Sie passen sich flexibel an unvorhergesehene Situationen an, nutzen kreative Ansätze zur Problemlösung und sorgen dafür, dass alle Teilnehmenden gehört werden und einen Beitrag leisten können.


Digitale Moderation 4.0 - Was hat sich in den vergangenen vier Jahren in der Online-Moderation verändert?


Ohne Interaktivität geht gar nichts!

Interaktivität wird in modernen Workshops und Lernumgebungen grossgeschrieben. Die Einbindung von Teilnehmenden durch Echtzeit-Abstimmungen, Breakout-Räume und kollaborative Whiteboards kann beispielsweise mit Tools wie Slido für Umfragen und Abstimmungen (Slido) oder Zoom für Breakout-Räume (Zoom) erfolgen.


Zusammenarbeit geht nur mit digitalen Whiteboards

Für kollaborative Whiteboards eignen sich besonders die US-Plattformen Miro (Miro) oder Mural (Mural) oder die sehr ansprechende, französische Lösung von Klaxoon (Klaxoon). Alle Plattformen bieten eine breite Palette an Funktionen für Echtzeit-Zusammenarbeit und Visualisierungen.


Digitalisierung von Schule, Aus- und Weiterbildung

Die Personalisierung der Lernerfahrung kann durch adaptive Lernplattformen wie Knewton (Knewton) oder Smart Sparrow (Smart Sparrow) verstärkt werden, die Inhalte basierend auf den individuellen Leistungen und Präferenzen der Lernenden anpassen. Diese Tools erlauben es Moderator:innen, verschiedene Lernstile und Bedürfnisse zu berücksichtigen und den Lernpfad entsprechend zu personalisieren.


Wer arbeitet nicht gerne spielerisch? Vor allem remote!

Gamification wird zunehmend eingesetzt, um die Motivation und das Engagement zu steigern. Plattformen wie Kahoot! (Kahoot!) ermöglichen es, Lerninhalte durch Quizze und Spiele spielerisch zu vermitteln. Classcraft (Classcraft) ist ein weiteres Beispiel, das ein spielbasiertes Lernumfeld schafft, in dem Lernende durch Rollenspiele und Teamarbeit motiviert werden.


Auch KI darf heute in der Remote-Zusammenarbeit nicht fehlen

Künstliche Intelligenz spielt eine immer grössere Rolle bei der Analyse des Lernverhaltens und der Anpassung des Lernprozesses. Tools wie Century Tech (Century Tech) nutzen KI, um das Engagement und die Leistung der Lernenden in Echtzeit zu analysieren und den Lerninhalt entsprechend anzupassen. Diese Technologien bieten tiefgreifende Einblicke in die Lernprozesse und ermöglichen eine dynamische Anpassung der Lehrstrategien.


Durch die Integration solcher Tools und Technologien in die Lernumgebung können Moderator:innen und Trainer:innen eine interaktive, personalisierte und motivierende Lernerfahrung schaffen, die den modernen Anforderungen an effektives Lernen gerecht wird.


Digitale Moderation 4.0 - Ein kurzes Fazit

Die digitale Moderation 4.0 erfordert ein Umdenken und eine Anpassung unserer Fähigkeiten an die digitale Welt. In einem Raum vor einem Flipchart zu stehen und die Webcam auf sich gerichtet, ist in der digitalisierten Welt von heute fast nicht mehr vorstellbar. Es geht darum, die Teilnehmenden zu begeistern, einzubinden und eine Atmosphäre der Gemeinschaft und des Fortschritts zu schaffen, unabhängig von der physischen Distanz. Mit einer Portion Kreativität, den richtigen Techniken und Tools können wir die Herausforderungen meistern und Online-Workshops zu einer bereichernden Erfahrung für alle Beteiligten machen. Ach ja... à propos Tools... hier eine kleine Auflistung von Tools und Spielen, die einen Remote-Tag spannend und abwechslungsreich machen. So, dass am Abend alle sagen: «Ich hätte nie gedacht, dass dies funktioniert» oder «Der Tag war im Nu vorbei»!


Digitale Moderation 4.0 - Ein Kompendium mit Tools und Spielen für einen spannenden Online-Tag


State-of-the-art-Tools für Online-Facilitators

  • Miro, Mural oder Klaxoon: Bieten ein umfangreiches Set an Features zur digitalen Zusammenarbeit, inklusive virtueller Whiteboards, Icebreakers, Spielen und Aktivitäten, Abstimmungstools und Timern, um die Teilnahme und Interaktion zu fördern​ (Miro | Mural | Klaxoon).

  • AhaSlides oder Slido: Ermöglicht interaktive Präsentationen, Umfragen und Echtzeit-Feedback, ideal für Workshops, um Ideen zu sammeln oder das Tempo einer Präsentation an die Bedürfnisse der Teilnehmer anzupassen​ (AhaSlides | Slido).

  • Mentimeter: Ähnlich wie AhaSlides, unterstützt es interaktive Präsentationen und Abstimmungen, um Workshops lebendiger zu gestalten. Es bietet viele Präsentationsmodi und Quiz-Funktionen und ist besonders benutzerfreundlich auf Mobilgeräten​ (Mentimeter).

  • Butter: Ein speziell für Online-Meetings und -Workshops entwickeltes Videokonferenztool mit integrierten Umfragen, Icebreakers, einer Warteschlange für gleichberechtigte Teilnahme und Zeiterfassung, um eine effektive Alternative zu Zoom für Moderatoren zu bieten​ (Butter).

  • Toasty.ai: Kombiniert Interaktivität und Videokonferenzen, um Meetings ansprechender und interaktiver zu gestalten. Mit Funktionen wie Icebreakers, Umfragen und Whiteboard-Integrationen kannst du deine virtuelle Sitzung im Handumdrehen aufpeppen​ (Toasty).

  • Spatial Chat: Eine Kombination aus Videokonferenz und virtuellem Raum, die es Remote-Teams ermöglicht, zusammenzuarbeiten. Sie bietet eine einzigartige Möglichkeit, digitale Veranstaltungen organischer und einbindender zu gestalten​ (Spatial Chat).

  • Gather oder HyHive: Diese Plattformen bieten einen virtuellen Raum mit Avataren, die sich sich durch den Raum bewegen können, um ein Gefühl von Spiel und Körperlichkeit in die Fernarbeit zu bringen​ (Gather | HyHive).

  • Kahoot!: Zur Gamification von Lerninhalten und zur Durchführung interaktiver Quiz (Kahoot!).

  • Trello oder Asana: Für die Organisation und das Task-Management in Workshop-Projekten (Trello | Asana).


Kreative Online-Spiele für Remote-Workshops


Sieben Check-in Spiele, die Spass machen:

  1. Zwei Wahrheiten und eine Lüge: Alle Teilnehmenden teilen drei Aussagen über sich, von denen eine erfunden ist, und die anderen raten, welche das ist.

  2. Virtuelle Postkarte: Teilnehmende wählen eine digitale Postkarte aus, die ihre aktuelle Stimmung widerspiegelt, und teilen ihre Wahl mit der Gruppe.

  3. Soundtrack meines Lebens: Jeder spielt einen kurzen Ausschnitt eines Liedes, das seine aktuelle Gefühlslage oder seinen Weg zum Workshop beschreibt.

  4. Virtuelles Café: Schaffe einen informellen Raum für Smalltalk, indem du die Teilnehmenden in zufällige Breakout-Räume einlädst, um sich bei einer Tasse Kaffee kennenzulernen.

  5. Emoji-Zustandsabfrage: Teilnehmende wählen Emojis aus, die ihren aktuellen geistigen, emotionalen oder physischen Zustand beschreiben.

  6. Zukunftsvisionen: Jede:r beschreibt eine positive Vision oder ein Ziel, das er/sie mit dem Workshop erreichen möchte, in einem Satz.

  7. Farbstimmungen: Teilnehmende wählen eine Farbe, die ihre aktuelle Stimmung repräsentiert, und erklären ihre Wahl.


Sechs Spiele, um sich online kennenzulernen:

  1. Digitales Pictionary: Nutze Online-Zeichenwerkzeuge, um Begriffe zu zeichnen, die andere erraten müssen.

  2. «Wer bin ich?» mit Berühmtheiten: Jede:r erhält den Namen einer berühmten Persönlichkeit (nicht sichtbar für sich selbst) und muss durch Ja/Nein-Fragen herausfinden, wer er/sie ist.

  3. Virtuelle Zeitkapsel: Teilnehmende teilen ein Foto oder Objekt, das eine besondere Geschichte oder Bedeutung für sie hat.

  4. «Ich habe noch nie»: Eine Online-Version des beliebten Spiels, angepasst mit beruflichen oder themenbezogenen Aussagen.

  5. Gemeinsamkeiten finden: In kleinen Gruppen finden die Teilnehmenden so viele persönliche oder berufliche Gemeinsamkeiten wie möglich.

  6. Traumreise-Ziel: Jeder teilt sein Traumreiseziel und den Grund dafür.


Sieben Feedback-Spiele für das Ende eures Remote-Workshops

  1. Emoji-Feedback: Teilnehmende nutzen Emojis, um ihre Stimmung oder Meinung zu Workshop-Segmenten auszudrücken.

  2. Virtuelles Thermometer: Teilnehmende bewerten Themen oder Diskussionen auf einer Skala von «kalt» bis «heiss».

  3. Wortwolke: Sammle Schlagworte zum Workshop-Thema und erstelle eine visuelle Wortwolke.

  4. Stimmungsbarometer: Teilnehmende stellen ihren Namen auf einem virtuellen Barometer je nach ihrer Stimmungslage ein.

  5. «Das Boot ist voll»: Entscheide, welche Workshop-Elemente unbedingt beibehalten und welche über Bord geworfen werden sollten.

  6. Gif-Reaktionen: Teilnehmende suchen nach Gifs, die ihre Reaktion auf bestimmte Workshop-Elemente am besten darstellen.

  7. Blitzlicht - Feedback in einem Wort: Jede:r fasst sein/ihr Feedback zum Workshop in genau einem Wort zusammen.


Sechs Spiele für einen gelungenen Check-out

  1. Virtueller Applaus: Ein visuelles oder akustisches Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die Teilnahme.

  2. Zukunftsbrief: Teilnehmende schreiben einen kurzen Brief an ihr zukünftiges Ich, basierend auf den Erkenntnissen des Workshops.

  3. Der unsichtbare Ball: Ein virtueller Ball wird zwischen den Teilnehmenden «geworfen», wobei jede:r beim Fangen einen abschliessenden Gedanken teilt.

  4. Dankesrunde: Jede:r Teilnehmende dankt einer anderen Person für einen besonderen Beitrag oder eine Einsicht.

  5. Top 3 Takeaways: Jede:r teilt die drei wichtigsten Erkenntnisse, die er/sie aus dem Workshop mitnimmt.

  6. Zielsetzungsblitzlicht: Kurzes Teilen eines persönlichen Ziels oder Vorhabens, das aus dem Workshop resultiert.


Digitale Moderation 4.0: Ein Klick vom gelungenen Remote-Workshop entfernt


Ein Badge mit den Worten Certified Remote Facilitator

Stell dir vor, du sitzt in deinem Home-Office, umgeben von Zimmerpflanzen, die mehr Sauerstoff produzieren, als du je verbrauchen könntest, und denkst zurück an all die Online-Workshops, die eher an digitale Seelenwanderungen ins Nirgendwo erinnert haben. Ja, wir wissen, dass deine bisherigen Erfahrungen mit Remote-Workshops irgendwo zwischen «Ich muss dringend meine E-Mails checken» und «Ist es schon zu spät für einen Kaffee?» liegen könnten. Aber halt! Bevor du jetzt reflexartig den nächsten Einladungslink in den digitalen Papierkorb verschiebst, haben wir einen Vorschlag für dich: Wie wäre es, wenn du deinem Team (und dir) die Chance gibst, einen richtig gut geleiteten Online-Workshop zu erleben?


Vergiss die endlosen Monologe und die Einsamkeit des parallelen Arbeitens. Stell dir stattdessen einen Workshop vor, der so spannend ist, dass sogar deine Zimmerpflanzen versuchen, daran teilzunehmen. Wir bei SOULWORXX haben das Rezept für Workshops, die nicht nur informativ, sondern auch interaktiv, innovativ und – ja, du hast richtig gehört – inspirierend sind.


Lass uns gemeinsam beweisen, dass Online-Workshops nicht nur notwendiges Übel, sondern echte Highlights sein können. Also, worauf wartest du noch? Schicke deine Skepsis auf eine kleine Auszeit und kontaktiere uns bei SOULWORXX. Wir freuen uns darauf, dich und dein Team zu digitalen Abenteurern zu machen!



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