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AI Literacy Training: Wer seine Mitarbeitenden jetzt nicht schult, zahlt später doppelt

Seit Februar 2025 ist Artikel 4 des EU AI Acts in Kraft, und er macht KI-Kompetenz zur Organisationspflicht im DACH-Raum. Was nach bürokratischem Blattwerk klingt, ist neurowissenschaftlich betrachtet eine der klügsten Lernchancen der letzten Jahre. Und die meisten deiner Mitbewerber haben sie noch nicht entdeckt.


In deinem Unternehmen erwähnt mal wieder jemand «KI». Die eine Person nickt, als wäre es Allgemeinwissen. Die andere tippt heimlich etwas in ChatGPT und hofft, dass es niemand sieht. Die dritte Person fragt sich leise, ob das wirklich etwas mit ihrer Arbeit zu tun hat. Alle drei beschreiben denselben Normalzustand in Unternehmen im DACH-Raum. Und alle drei sind seit Februar 2025 ein rechtliches Problem.


EU AI Act Artikel 4: KI-Kompetenz ist keine Empfehlung mehr

Seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet Artikel 4 der EU-KI-Verordnung alle Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, zur nachweisbaren Förderung von AI Literacy (KI-Kompetenz). Es wird kein starres Curriculum verlangt. Keine feste Stundenzahl und kein staatliches Zertifikat. Nur ein klares «nach besten Kräften».

Das klingt weich. Und trotzdem ist es das nicht.



AI Literacy nur für EU-Staaten?

Der EU AI Act, Artikel 4, betrifft insbesondere die Schweiz nicht automatisch als Schweizer Gesetz, aber er kann Schweizer Unternehmen faktisch und rechtlich sehr wohl treffen, sobald ein EU-Bezug besteht.

Artikel 4 verlangt, dass Provider und Deployer von KI-Systemen Massnahmen treffen, um bei Mitarbeitenden und weiteren Personen, die im Auftrag mit KI-Systemen arbeiten, ein ausreichendes Mass an KI-Kompetenz / AI Literacy sicherzustellen. Dabei sind Rolle, Vorwissen, Erfahrung, Ausbildung, Einsatzkontext und betroffene Personengruppen zu berücksichtigen.


Wann ist ein Schweizer Unternehmen betroffen?

Ein Schweizer Unternehmen ist vor allem in diesen Fällen im Scope:

Situation

Relevanz für Art. 4

Schweizer Firma verkauft oder stellt ein KI-System im EU-Markt bereit

Der AI Act gilt auch für Anbieter aus Drittstaaten, wenn sie KI-Systeme oder GPAI-Modelle in der EU in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen.

Schweizer Firma nutzt KI, deren Output in der EU verwendet wird

Der AI Act gilt auch für Provider oder Deployer aus Drittstaaten, wenn der Output des KI-Systems in der EU verwendet wird.

Schweizer Firma hat EU-Tochtergesellschaften oder EU-Standorte

Die EU-Einheit als Deployer fällt direkt unter den AI Act; konzernweit wird daraus meist ein Governance- und Trainingsstandard.

Schweizer Dienstleister liefert KI-gestützte Analysen, Reports, Scorings, HR-Auswertungen, Marketing-Content oder Entscheidungsgrundlagen an EU-Kunden

Kritisch, weil der Output in der EU genutzt wird. Dann kann Art. 4 relevant werden.

Schweizer KMU nutzt ChatGPT, Copilot oder andere KI nur intern für Schweizer Zwecke

In der Regel kein direkter EU-AI-Act-Scope, sofern kein EU-Markt-, EU-Kunden- oder EU-Output-Bezug besteht. Dennoch ist ein interner KI-Kompetenzstandard aus Risiko-, Datenschutz- und Haftungsperspektive sinnvoll.

Wer ChatGPT, Copilot oder automatisierte Entscheidungssysteme im Betrieb nutzt, gilt als Betreiber im Sinne des EU AI Acts. Betreiber haften. Direkte Bussgelder für fehlende KI-Schulungen nach Artikel 4 gibt es zwar nicht, aber zivilrechtliche Haftung, Schadensersatzforderungen und Reputationsverlust sind reale Konsequenzen.

Rechtlicher Hintergrund Artikel 4 des EU AI Acts (Verordnung EU 2024/1689, in Kraft seit 02.02.2025) verpflichtet alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, sicherzustellen, dass ihr Personal «über ein ausreichendes Mass an KI-Kompetenz verfügt, wobei ihre technischen Kenntnisse, ihre Erfahrung, ihre Ausbildung und ihre Schulung sowie der Kontext, in dem die KI-Systeme eingesetzt werden sollen, zu berücksichtigen sind». Die Pflicht gilt unabhängig von Branche oder Unternehmensgrösse, und zwar bereits dann, wenn Mitarbeitende gelegentlich Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot im Arbeitskontext verwenden.

Wie KI-kompetent sind eure Mitarbeitenden schon?

Da gibt es bestimmt auch in eurem Unternehmen die «Kopf-in-den-Sand-Typ». Diese sind überzeugt, dass KI «dieses Nerd-Zeugs» ist und dies den eigenen Bereich gar nicht betrifft.

Dann gibt es die «Blindflug-Nutzer». Sie benutzen ChatGPT täglich, übernehmen Outputs kritiklos und freuen sich über die Zeit, die sie sparen. Sie wissen nicht, was eine Halluzination ist. Sie wissen nicht, was mit den Daten ihres Unternehmens passiert. Sie wissen nicht, dass sie ihre Arbeitgeber damit exponieren. Sie meinen es gut. Das hilft rechtlich aber nicht weiter.

Und schliesslich gibt es die «souveränen Mitgestalter», das eigentliche Ziel. Menschen, die KI verstehen, hinterfragen und sinnvoll einsetzen. Menschen, die wissen, wann der Mensch das letzte Wort behalten muss. «Human-in-the-Loop» nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Haltung.

Der EU AI Act will den dritten Typ. Der entsteht aber nicht durch Abwarten.


Was Lernen wirklich braucht, und warum Pflichtwebinare nicht reichen

Was funktioniert als Weiterbildung nicht? Ein achtstündiges Pflichtwebinar mit 78 Folien, gehalten von jemandem, der KI selbst nicht täglich benutzt. Das Ergebnis ist vorprogrammiert. Der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus beschrieb es schon 1885 mit seiner Vergessenskurve: Ohne Wiederholung und unmittelbare Anwendung vergessen Menschen bis zu 70 Prozent des Gelernten innerhalb von 24 Stunden. Was hingegen funktioniert, ist Erleben. Handeln statt Zuhören. Reflexion statt PowerPoint mit unzähligen Bullet Points auf jeder Folie. Wer nach einem solchen spielerisch-aktiven Training sucht, wir haben die Lösung!


AI Literacy Training von SOULWORXX: 1 oder 2 Tage, die tatsächlich bleiben

Das AI Literacy Training von SOULWORXX wurde für genau diesen Unterschied entwickelt. Es richtet sich an qualifizierte Mitarbeitende ohne technischen Hintergrund, also an alle, die mit KI in Berührung kommen, ohne eine einzige Codezeile schreiben zu müssen. Fachbereichsübergreifend, praxisnah, sofort transferfähig.


Mehr Infos zum Training entweder über das House of Skills oder über Future Skills @ SOULWORXX


Das Trainingsprinzip lautet «Serious Play»: stark visuell, viel Gruppen- und Plenumsarbeit, keine Tool-Show, mit echten Aha-Momenten.

In einem Tag oder je nach gewünschter Tiefe und Teamgrösse auch in zwei Tagen durchlaufen die Teilnehmenden folgende Stationen:


Verstehen: Wie funktioniert KI, was kann sie und was kann sie nicht. Inklusive ehrlichem Blick auf Ethik, Recht und dem aktuellen Hype-Zyklus nach Gartner. Ängste werden benannt, nicht verdrängt.

Mitgestalten: Vom klassischen Business Model Canvas zum AI Business Model Canvas. Teams erarbeiten live, wie KI Geschäftsmodelle und Prozesse ihres eigenen Unternehmens verändern könnte. Kein Abstraktum, sondern Handwerk.

Future Skills: Ein strukturiertes Assessment zeigt, welche Kompetenzen in einer KI-durchsetzten Welt wirklich zählen. Neugier, Sensemaking, Lernfähigkeit, kritisches Denken. Die Ergebnisse werden auf einem persönlichen Skill Radar sichtbar gemacht.

Werte und Verantwortung: Wer entscheidet? Mensch oder Maschine? Acht Alltagssituationen, zwei Moderationskarten, eine ehrliche Diskussion. KI-Governance ist kein IT-Thema. Es ist ein Kulturfrage.

Am Ende des Trainings weiss jede teilnehmende Person, was KI ist und was sie nicht ist. Sie kennt Quick-Wins für den eigenen Alltag, hat klare persönliche To-Dos und weiss, wann sie als Mensch die Verantwortung übernehmen muss. Das ist AI Literacy, die EU-konform ist. Und die im Alltag bleibt.


Das AI Literacy-Training von SOULWORXX. Das richtige Training auch für eure Organisation

Was beinhaltet das Training alles? «Spiel» einfach einige Minuten mit dem nachfolgenden digitalen Gadget «KI verstehen. Souverän handeln.»

Möchtest du zudem wissen, wie das AI Literacy Training von SOULWORXX in deine Organisation passt und wie du damit Artikel 4 nachweisbar erfüllst? Das Training ist modular buchbar, auf deine Zielgruppen zugeschnitten. Sprich mit uns und fülle das Formular am Ende dieses Artikels aus.



Quellen und weiterführende Literatur

  1. EU AI Act, Artikel 4: Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 über künstliche Intelligenz. https://artificialintelligenceact.eu/de/article/4

  2. Ebbinghaus, H. (1885). Über das Gedächtnis: Untersuchungen zur experimentellen Psychologie. Duncker & Humblot, Leipzig.

  3. Kolb, D.A. (1984). Experiential Learning: Experience as the Source of Learning and Development. Prentice-Hall, Englewood Cliffs.

  4. Gartner Hype Cycle for Artificial Intelligence (2024). Gartner Research.

  5. UNESCO (2024). AI Competency Framework for Students. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Paris.

  6. Fraunhofer FIT Generative AI Lab / Mayer, V. (2025). AI Literacy und Artikel 4 EU AI Act: Anforderungen an Unternehmen. blog.academy.fraunhofer.de

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