Future Skill CREATIVE THINKING: Warum Methodenkompetenz für Kreativtechniken in Zeiten von KI noch wichtiger wird
- Markus Müller

- vor 2 Stunden
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Künstliche Intelligenz (KI) beginnt gerade so vieles zu verändern. Von der Art, wie wir arbeiten, bis hin zu den Tools, die uns zur Verfügung stehen. Gerade jetzt wird Creative Thinking – also die Art, wie wir Herausforderungen auf eine neue Weise lösen – wieder so wichtig wie schon lange nicht mehr. Warum? Weil Methodenkompetenz in Kreativtechniken uns hilft, künstliche Intelligenz nicht nur zu nutzen, sondern sie auch zu übertreffen. Wie das gemeint ist, erklären wir in diesem Artikel.
Warum der Future Skill Creative Thinking heute mehr zählt denn je
Warum sollte ich mich mit dem Future Skill Creative Thinking beschäftigen, wenn KI doch so viel übernehmen kann? Gute Frage! KI kann Daten viel schneller analysieren, als wir es selbst je werden können. KI kann Muster herauskristallisieren, die wir nur mit Mühe erkennen. KI kann Texte oder Bilder generieren, die in vielen Fällen «besser» sind, als wenn wir sie schreiben oder zeichnen.
Aber sie kann nicht (oder noch nicht) wirklich kreativ sein – zumindest nicht so, wie wir Menschen es sind. Der Future Skill Creative Thinking bedeutet mehr als nur neue Ideen zu haben. Es geht darum, Probleme aus neuen Blickwinkeln zu sehen, Verbindungen herzustellen, die vorher keiner sah, und mutig zu experimentieren.
Creative Thinking ist eine Fähigkeit, die uns Menschen einzigartig macht
Genau deshalb wird dieser Future Skill in der Arbeitswelt von morgen so wichtig. Unternehmen, die auf kreative Methoden setzen, sind flexibler, innovativer und können sich besser an Veränderungen anpassen. In Europa hinken wir dem radikalen «Out of the Box-Thinking», das in den USA gängiger ist, hinterher. Wir tun gut daran, an unserer Kultur zu arbeiten, indem wir nicht nur - wie in Zentraleuropa häufig üblich - auf kleine, verbessernde Lösungen abzielen, sondern radikale Ideen akzeptieren und mit diesen beginnen zu «arbeiten». Damit disruptive Ideen, die zu Beginn eines Denkprozesses oft noch schwer umsetzbar erscheinen, umsetzbar werden.
Was gehört zur Methodenkompetenz im Future Skill Creative Thinking?
Methodenkompetenz bedeutet, dass du nicht nur kreativ bist, sondern auch weisst, wie du Kreativität systematisch in der Organisation fördern kannst. Es geht um Techniken, Werkzeuge und Formate, die Dir helfen, Ideen zu entwickeln, zu strukturieren und umzusetzen:
Brainwriting: Eine Kreativmethode ist gefragt? Klar, ich kenne eine: Brainstorming! Brainstorming ist gut. Doch es gibt Alternativen wie Brainwalking, Brainpooling oder Brainwriting, die situativ wesentlich bessere Resultate liefern.
Vieles kennen, doch nur oberflächlich: Design Thinking wird heute oft als Floskel verwendet. Vielen kennen den Begriff und wissen, das die nutzerzentrierte Arbeitsweise in der Regel fünf oder sechs Prozessphasen kennt. Doch kennen nur wenige Techniken, Methoden und Verhaltensweisen, mit denen man WIRKLICH aktiv und empathisch in die Probleme von Nutzer:innen eintaucht. Zudem verlieren sich viele Workshops in der Fülle der Informationen, die in der Recherchephase eines Design Thinking-Projektes zusammenkommen. Zu wissen, wie man in der Fülle dieser Informationen die WIRKLICH relevanten Muster erkennt und Einsichten daraus ableitet, gehört im weitesten Sinn auch zu der Fähigkeit, kreativ denken zu können.
Methodenvielfalt: Wir hören regelmässig von der «Brainstormingphase». Das impliziert, dass es «nur» Brainstorming gibt. Dabei gibt es Dutzende von Techniken, die sich viel besser eignen, um auf WIRKLICH innovative Lösungen zu kommen. Warum nicht die Buyer Utility Map, eine Methode für Prozessverbesserungen? Oder verschiedene assoziative Methoden, die über Bilder, Begriffe oder Wörter viel radikalere Lösungen generieren als Brainstormings? Hast du schon von der semantischen Intuition gehört? Oder von der Zufallswortmethode? Der Zwicky-Box? Oder von uns selbst entwickelte Techniken wie die «L.A.N.C.E.-Technik», «Rethink Routine» oder die Circular Design Matrix «C.R.A.M.P.O.R.R.D.»?
Prototyping ist nicht bloss basteln: Prototyping wird oft nur als «Basteln» (miss-)verstanden. Doch wir prototypisierst du Prozesse? Oder Geschäftsmodelle? So, dass diese adäquat getestet werden können?
Rahmenbedingungen und Kultur: Und last but not least: Welche Formate oder Organisationsformen, die WIRKLICH Freiräume garantieren, kennst du?
Dies alles bedeutet «Creative Thinking». Viel mehr also, als bloss einige Kreativitätstechniken zu kennen! Methoden und Verhaltensweisen sind keine Zauberei, sondern erlernbare Skills. Und sie sind gerade in Zeiten von KI Gold wert, weil sie uns helfen, die Stärken der Maschine mit unserer menschlichen Kreativität zu verbinden.
Wie KI und Creative Thinking zusammenarbeiten können
Wie passen KI und die menschliche Fähigkeit, kreativ zu denken, zusammen? Erstens braucht eine künstliche Intelligenz ganz genaue Anweisungen (Prompts), um gute Resultate zu erhalten. der Prompt «Entwickle mir 5 Ideen zu...» reicht oft nicht aus, um kreative Lösungsansätze zu generieren. Im Gegensatz zu: «Entwickle mir Ideen zu... mit einem morphologischen Kasten. Die Dimensionen sind A, B, C, D usw. Entwickle zuerst pro Dimension 12 Möglichkeiten und kombiniere diese hernach zu 12 unerwarteten, innovativen Varianten». Die zweite Promptvariante bedingt, dass du die verschiedensten Methoden kennst und weisst, wie und wo sie einsetzbar sind. Eine KI ersetzt also «Creative Thinking» nicht. Sondern ergänzt diese menschliche Fähigkeit. Ergänzen heisst: KI kann uns unterstützen, indem sie Routineaufgaben übernimmt und bspw. Daten analysiert. So bleibt mehr Zeit für das, was wirklich zählt – die kreative Problemlösung! Stell Dir vor, Du arbeitest an einem neuen Produkt. Die KI liefert Dir in Sekunden Marktdaten, Kundenfeedback und Trends. Und du nutzt dann diese Infos, um mit Deinem Team kreative Ideen zu entwickeln. Die Methodenkompetenz hilft Euch dabei, diese Ideen zu strukturieren, zu bewerten und weiterzuentwickeln. So entsteht Innovation, die nicht nur auf Zahlen basiert, sondern auch auf menschlichem Einfallsreichtum.
Kreativtechniken trainieren – so geht’s!
Hier einige Tipps, wie Du und Dein Team kreativ bleiben und die richtigen Techniken anwenden könnt:
Regelmässig üben: Kreativität ist wie ein Muskel. Je öfter Du ihn trainierst, desto stärker wird deine Fähigkeit, WIRKLICH um die Ecke und «out of the Box» denken zu können.
Vielfalt fördern: Unterschiedliche Perspektiven bringen neue Ideen. Hol Dir Input von verschiedenen Abteilungen oder sogar externen Partnern.
Fehler zulassen: Kreativität braucht Freiraum. Fehler sind keine Katastrophe, sondern Lernchancen.
Methoden mixen: Probiere verschiedene Kreativtechniken aus und kombiniere sie. Warum? Die besten Problemlösungen ergeben sich dann, wenn du sämtliche Bereiche ausserhalb «der Box» abdeckst. Genau das erreichst du mit einer Mischung geeigneter Kreativmethoden, die alle andere Trigger bzw. Auslöser für neue Ideen haben. Es lohnt sich immer, nicht nur eine Technik, sondern je nach Zeit oder Fragestellung zwei bis vier Techniken zu kombinieren.
Zeit einplanen: Kreative Prozesse brauchen Zeit. Plane bewusst Phasen für Ideengenerierung und Reflexion ein. Aber wiederum nicht zu viel Zeit! Sonst «driften» eure Gedanken und Diskussionen unweigerlich ins Blabla ab.
Wenn Du diese Tipps beherzigst, wirst Du merken, wie Deine Ideen sprudeln und Dein Team motivierter wird.
Warum gerade jetzt die Zukunft der Arbeit kreativ ist
Mit der «Future Skills-Initiative» hilft SOULWORXX Organisationen, sich erfolgreich zu verändern und zu innovieren. Dabei agieren unsere Coaches als kreative Ideengeber:innen, Moderator:innen und Trainer:innen. Lernt uns kennen! Trefft uns persönlich und stellt eure Fragen direkt! Wo und wann? Wir sind am HR-Festival Europe 2026 in Zürich mit einem Stand vertreten! Wann? Am 24. und 25. März 2026 findet ihr uns am Stand D 01-1. Besucht uns! Wer noch kein Ticket hat, meldet sich über das folgende Formular. Wir überlassen euch gerne ein kostenloses Eintrittsticket, das für beide Tage gilt.




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